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Neue Antwort erstellen  Neues Thema eröffnen SCHÖNHENGST Foren-Übersicht » Familienforschung im Schönhengstgau
Quellangaben
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Walter

Foren-Jungspund

Beiträge: 39
Anmeldedatum: 14.06.2010
Beitrag Quellangaben. Verfasst am: 08.01.2020, 22:36    
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Liebe Forschungsgemeinde,

bisher habe ich Quellangaben nur wenig Beachtung geschenkt. Als guten Vorsatz im neuen Jahr möchte ich das jetzt ändern.

Vermutlich suchen wir alle, mehr oder weniger, unsere Vorfahren in den Digitalisaten des Archves http://digi.archives.cz oder in anderen online Archiven.
Eine meiner Fundstellen ist ein Digitalisat in dem die Trauung von Franz TILL eingetragen ist.
Zum Definieren der Quelle stehen mir diese Informationen des Archivs zum Kirchenbuch zur Verfügung.
Zusätzlich kenne ich die Aufnahme = 131, die original Seitennummer = 20, die Doppelseitennummer = 389 und es handelt sich um den zweiten Eintrag auf Seite 20.

Aus diesen Informationen kann ich mir nun die Quelle definieren.
Beispielsweise:
KB Mohelnice (Müglitz), Trauungen Kwittein (Květín) 1800 – 1833, DS 389, S 20.
Online Archiv http://digi.archives.cz, Inv. 7006, Sig. Mh I 28, Aufnahme 131

Nun interessiert es mich sehr wie Ihr diese Quellen definiert.

Zur Quelle trage ich in mein Ahnenforschungsprogramm Ahnenblatt den "dirketen Verweis zum Scan" in ein dafür vorgesehenes Feld ein. In diesem Zusammenhang
frage ich mich wie lange die "Lebensdauer" dieser Permalink ist. Vor drei Jahren lautete der Link zu Franz TILL
http://vademecum.archives.cz/vademecum/permalink?xid=be94f98c-f13c-102f-8255-0050568c0263&scan=187
Heute ist es
http://digi.archives.cz/da/permalink?xid=be94f98c-f13c-102f-8255-0050568c0263&scan=187#scan187
Der alte Link ist noch gültig, aber wie lange noch?
_________________
Mit freundlichem Forschergruß
Walter (Heß)
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Langer Theodor

Foren-Profi

Beiträge: 478
Anmeldedatum: 12.01.2008
Wohnort: Bayerisch Schwaben
Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 09.01.2020, 11:28    
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Hallo Walter,
das ist ein Problem, das viele bislang zu wenig beachtet haben, ich auch. Für Forscher, deren Daten seit Jahren ohne Quellen aufgenommen wurden ist das nachträgliche Ergänzen aber kaum durchführbar.

Ich bin aber noch immer der Meinung, dass ein Eintrag in der Regel ohne größere Probleme zu finden ist auch ohne Quellenangabe.

Eine Geburt in Krönau steht nun einmal im Geburtenbuch der Kirchengemeinde Krönau und dort sind alle Ereignisse chronologisch aufgeführt und damit leicht zu finden. Nur Ereignisse die nicht am erwarteten Ort stehen, z.B.bei kleinen Orten ohne eigenen Pfarrer, bei denen mehrere umliegende Kirchen als Tauf-/Hochzeitsort in Frage kommen sollte man genau archivieren. Dies gilt auch für Gemeinden, die in mehrere Kirchenbereiche geteilt waren wie z.B Greifendorf.

Viele Forscher geben auch alle Ereignisse einzeln an, z.B. Geburt am... in..., Taufe am... in ...Tod am.... in .... Beerdigung am... in... So ist auch dieses Problem vermeidbar.

In der Regelkennt man in seinem Forschungsgebiet diese Besonderheiten und weiß wo man suchen muss. Forscher die weit verstreute Ahnen haben sollten sicher mehr Zusatzangaben in ihren Daten archivieren.

Eine Verlinkung ist natürlich schön, da man im Bedarfsfall direkt zur Seite gehen kann und ist für Forscher, die am Computer suchen, ohne Aufwand direkt einkopierbar. Das Problem der Linkänderung ist langfristig gesehen groß und nicht vermeidbar, besser wäre hier wohl ein zusätzliches direktes Abspeichern der Kirchenbuchseite als Bild.

Viele Grüße

LT
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Torre

Foren-Profi

Beiträge: 196
Anmeldedatum: 25.03.2008
Wohnort: Friedrichshafen/Bodensee
Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 09.01.2020, 13:22    
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Lieber Walter,

Dann will ich Dir mal einen Bericht über meine bereits seit Jahren praktizierte Methode geben. Grundsätzlich halte ich eine langfristig möglichst narrensichere und unabhängige Quellenverwaltung inklusive digitaler Archivierung für essenziell, schon um möglicherweise interessierten Personen nachfolgender Generationen einen bestmöglichen Zugang zu meinen Forschungsergebnissen zu gewährleisten.

Wie Du, halte ich die Frage nach der dauerhaften Gültigkeit dieser Permalinks vor diesem Hintergrund für sehr berechtigt. Eine "Link"-Quellenverwaltung kommt für mich deshalb nicht in Frage. Ich habe deshalb von jeder aber auch wirklich jeder Quelle ein Digitalisat mit eindeutigem Dateinamen auf der Festplatte (i.d.R. eine Bild-Datei). In diesen Dateinamen ist - sofern es sich um Daten aus den tschechischen Archiven handelt - auch die jeweilige Signatur des Archivs als "Baustein" enthalten. Ich verweise in meinem Ahnenforschungsprogramm dann lediglich auf die betreffenden Dateinamen (z.B. also auf CZEC0004D_1279_M_00003.JPG entsprechend Screenshot unten), d.h. ohne Pfadangabe zur Datei, denn die Signatur - wo immer sie auf meiner Festplatte auch liegt - geht ja aus dem Dateinamen hervor. Da ich überwiegend mit den Digitalisaten aus Zámrsk arbeite, bekomme ich die entsprechende Datenstruktur quasi schon mit dem Download geliefert. Ich verwende die Signaturen des Archivs darüber hinaus auch für eine entsprechende Verzeichnisstruktur auf meiner Festplatte. Insgesamt sieht das auf meinem PC dann so aus, wie auf dem nachfolgenden Beispiel-Screenshot:



Bei http://digi.archives.cz kann man die Seiten zwar leider nur einzeln herunterladen, aber beim Download wird für jeden Scan ebenfalls ein eindeutiger Dateiname vorgeschlagen, der auch die Archiv-Signatur aufgreift, soweit ich das erkennen kann.

Ansonsten lässt sich dieses System natürlich auch auf andere Quellen übertragen, wie z.B. eigene Fotografien oder Scans. Entscheidend ist m.E. eine vernünftige, selbsterklärende Datenstruktur mit eindeutigen Dateinamen.

Da Du Ahnenblatt explizit ansprichst, das auch ich aufgrund seiner hervorragenden Übersichtlichkeit immer noch als Zweitprogramm nutze: Dieses Programm umfasst eine einfache Quellenverwaltung. In der personenebezogenen Eingabemaske findet sich ein Reiter bzw. eine Rubrik Bilder/Dateien. Dort kann man zu personenbezogenen Quellen auf der Festplatte verlinken und diese Quellen dann aus Ahnenblatt heraus aufrufen. Das läuft leider etwas langsam, aber es funktioniert; und zwar nicht nur mit Bild-Formaten sondern z.B. auch mit pdf-Dateien, Word-Dokumenten und - wer es braucht - sogar mit beliebigen anderen Formaten (ich habe noch Viedeo- und Ton-Formate sowie htm-Dateien ausprobiert und es läuft). Ich persönlich verlinke dort allerdings nicht die oben genannten Quellen, sondern von mir selbst angefertigte Kopien derselben, in denen ich zusätzlich den betreffenden Eintrag gesondert markiert habe (die Original-Digitalisate werden von mir niemals verändert). Hier ein Beispiel, wie so etwas bei mir aussieht:



Diese Kopien werden von mir alle unter einem anderen Dateinamen in einem eigens hierzu eingerichteten Ordner abgelegt. Diese anderen Dateinamen folgen ebenfalls einem bestimmten Schema, das ich konsequent durchziehe und das sich anhand eines Beispiels selbst erklärt. Das Beispiel ist meine Ahnin Veronika Girschele (Sterbeeintrag vorstehend). Sie hat zweimal geheiratet; zuerst einen Lorentz Noppes und nach dessen Versterben einen Joseph Rauscher. Die angefertigten Kopien der Quellen tragen entsprechend folgende Dateinamen:

G1703_Girschele_Veronika.JPG (Geburt 11.12.1703)
oo1726_Noppes-Girschele.JPG (1. Heirat 07.07.1726)
oo1738_Rauscher-Girschele_verw.Noppes.JPG (2. Heirat 07.07.1738)
+1778_Rauscher_Veronika_geb.Girschele.JPG (Tod 08.09.1778)

Ahnenblatt enthält übrigens auch diverse Funktionen zur Aktualisierung der Verlinkungen nach Umzug auf einen neuen PC oder zum Export der gesamten Datei inklusive der verlinkten Dateien auf ein externes Speichermedium.

Viele Grüße
Uwe
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Walter

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Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 14.01.2020, 22:04    
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Lieber Theodor Langer,

vielen Dank für Deine Antwort.
In den uns nachfolgenden Generationen wird es hoffentlich jemanden geben, der sich freut, dass wir uns solche Mühe mit der Familienforschung gemacht haben und selbst in die Familienforschung einsteigen möchte. Eine gute Quellensammlung wird dieser Person dann sehr hilfreich sein. Selbst ich, der viele Daten selbst recherchierte aber auch viele Daten von anderen Forschern erhielt habe mittlerweile Problem nachzuvollziehen woher die Daten stammen.
Mein Ziel, irgendwann eine gute Quellensammlung zu haben, ist zugegebenermaßen sehr ambitioniert, aber ich will es anpacken.
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Mit freundlichem Forschergruß
Walter (Heß)
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Walter

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Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 14.01.2020, 22:06    
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Lieber Uwe,

herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche Beschreibung.
Wie auch Du erstelle ich von jeder Fundstelle ein Foto oder kopiere das Digitalisat auf die Festplatte. Die Permalink die ich der Quelle unter Medien hinzufüge nutze ich zum direkten Öffnen der Kirchenbuchseite im Online-Archiv.

Seit ca. 20 Jahren verwende ich das Ahnenforschungsprogramm Personal Ancestral File (PAF) und erstellte für Bilder eine Ordnerstruktur in Anlehnung an das Kekule-Nummernsystem.

Mit Ahnenblatt arbeite ich noch nicht lange und wollte auch darin die alte Ordnerstruktur von PAF übernehmen. Die alte Ordnerstruktur hat jedoch ihre Tücken und ich überlege eine neue anzulegen, die mir auch für die Quellenverwaltung von Nutzen ist. Das kann sich jedoch noch ziehen, bis ich damit fertig bin.

Deine Vorgehensweise gefällt mir gut. Sind die Original-Dateinamen der Digitalisate aus Zámrsk tatsächlich so kompakt? Die Original-Dateinamen der Digitalisate mit denen ich zu tun habe sind sehr lang. Das Digitalisat der Trauung von Franz TILL hat den Namen
O_I-O_inv_c_7006_sig_Mh_I_28_1800-1833_Mohelnice_Mohelnice-predmesti_Kremacov_Libiva_Mirov_M_187.jpg.
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Mit freundlichem Forschergruß
Walter (Heß)
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Torre

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Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 19.01.2020, 21:30    
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Hallo Walter,

die Dateinamen der Digitalisate vom Archiv in Zámrsk sind zwar nicht alle nach dem gleichen Schema gestrickt, aber ja, sie sind zum Glück alle relativ kurz. Für mich sind vereinzelt auch Digitalisate im Zuständigkeitsbereich des Archivs Opava von Bedeutung. Ich habe deren Dateinamen auf meiner Festplatte gekürzt, da ich sie in dieser unnötigen Länge - wie wohl auch Du - für ziemlich unpraktisch halte. Entscheidend ist eingentlich nur die Signatur und die laufende Nr. des Digitalisates. Man kann das Umbenennen von Dateien im Programm IrfanView übrigens auch mit mehreren Dateien in einem Rutsch automatisiert machen. Das Program bietet hierzu im Menü Datei -> Batch(Stapel)-Konvertierung/Umbenennung eine entsprechende Option.

Viele Grüße
Uwe
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Walter

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Beitrag Aw.: Quellangaben. Verfasst am: 22.01.2020, 20:57    
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Hallo Torre,

vielen Dank für den Tipp.
IrfanView kenne und verwende ich schon sehr lange.
Leider wurde mein Enthusiasmus endlich die Quellen anzupacken durch ein Fehlverhalten in Ahnenblatt ausgebremst.
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Walter (Heß)
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