Liebe Mitforscher,
ich habe mal eine Frage:
Gibt es eine Zentralstelle, wo die Daten der Vertriebenen nach dem Krieg aufbewahrt wurden?
Hintergrund ist, dass es dann möglich wäre, wenn man weis wo andere "Querlinien" als erstes gemeldet worden sind, ab dort weiter forschen kann. Evtl. findet man dann neue Verwandtschaften bzw. Ahnenforscher und kann sich ihnen anschließen.
Zentrale Bundesstelle für die Aufnahmedaten
Moderator: Thomas
- Thomas
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Aw.: Zentrale Bundesstelle für die Aufnahmedaten
Hallo Martin,
es gibt zum Einen den Kirchlichen Suchdienst, dessen Archiv aus den Suchdienstunterlagen,
die im Laufe von über 60 Jahren zusammengestellt wurde und für Suchdienstaufgaben verwendet werden, besteht.
Da sind eine Menge ausgewertete Unterlagen dabei.
Im Oktober 1945 gründet das Deutsche Rote Kreuz einen Suchdienst. Ehrenamtliche Helfer sammeln Daten,
befragen Heimkehrer, drucken Anzeigen. Im Februar 1950 erlässt die Bundesregierung den
„Aufruf zur Registrierung der Kriegsgefangenen und Vermissten“; in wenigen Tagen werden 69.000 Kriegsgefangene,
über 1,1 Millionen Wehrmachtsverschollene und fast 200.000 Zivilverschollene gemeldet.
Im April 1950 entsteht eine zentrale Namenskartei, und im Dezember geht die Vermisstenliste in 38 Bänden in Druck.
Heute erreichen jährlich immer noch bis zu 4.000 neue Anträge den Suchdienst des DRK.
Mit bestem Gruß
Thomas
es gibt zum Einen den Kirchlichen Suchdienst, dessen Archiv aus den Suchdienstunterlagen,
die im Laufe von über 60 Jahren zusammengestellt wurde und für Suchdienstaufgaben verwendet werden, besteht.
Da sind eine Menge ausgewertete Unterlagen dabei.
Im Oktober 1945 gründet das Deutsche Rote Kreuz einen Suchdienst. Ehrenamtliche Helfer sammeln Daten,
befragen Heimkehrer, drucken Anzeigen. Im Februar 1950 erlässt die Bundesregierung den
„Aufruf zur Registrierung der Kriegsgefangenen und Vermissten“; in wenigen Tagen werden 69.000 Kriegsgefangene,
über 1,1 Millionen Wehrmachtsverschollene und fast 200.000 Zivilverschollene gemeldet.
Im April 1950 entsteht eine zentrale Namenskartei, und im Dezember geht die Vermisstenliste in 38 Bänden in Druck.
Heute erreichen jährlich immer noch bis zu 4.000 neue Anträge den Suchdienst des DRK.
Mit bestem Gruß
Thomas